Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld durch GlücksSpirale-Gelder gefördert

Für die Restaurierung des Innenraums der Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld werden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Ru L Marktkirche Clausthal Zellerfeld 2Das im 17. Jahrhundert erbaute Gotteshaus gehört zu den ältesten öffentlichen Gebäuden der Stadt und ist seit 2005 eines der über 380 Projekte, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale allein in Niedersachsen gefördert hat. Insgesamt stellte die DSD für Maßnahmen an der Marktkirche bislang über 400.000 Euro zur Verfügung.

Die größte deutsche Holzkirche, errichtet 1637, beeindruckt durch ihre gewaltige Größe. Die Kirche ist wegen ihrer Raumkonzeption bedeutsam. Sie wird als Fortentwicklung der 1573 errichteten Schlosskirche in Augustusburg und der Capella del Perdone in Urbino von 1471 beschrieben. Die Anordnung von Kanzel, Taufe, Altar und Orgel in einer Längsachse war jahrzehntelang einmalig und tauchte erst 1722 in den Plänen George Bährs für die Dresdener Frauenkirche ein weiteres Mal auf.

Zur Ausstattung gehören ein zweistöckiger frühbarocker Altar, dahinter folgen die Orgelempore, deren dominanter Orgelprospekt von Karyatiden getragen wird, und die auf einer lebensgroßen Mosesstatue ruhende Kanzel. Das gesamte Inventar ist ein Werk von Andreas Gröber, der zu seiner Zeit zu den einflussreichsten Künstlern Südniedersachsens zählte.

Ru L Marktkirche Clausthal Zellerfeld(v.l.) Benedicte Henzelmann, Dorothee Austen und Bernhard Gisevius (r.) vom Kirchenvorstand mit Martina Wolff von der DSD (Mitte) und Petra-Kristin Bonitz von LOTTO Niedersachsen (2. v.r.)