Rathaus von Clausthal-Zellerfeld erhält Fördermittel

Am Montag, den 23. Oktober 2017 überreicht Martina Wolff, Ortkuratorin Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Dr. Petra-Kristin Bonitz von Lotto Niedersachsen im Rathaus von Clausthal-Zellerfeld an Bürgermeisterin Britta Schweigel einen Fördervertrag über 40.000 € für die Restaurierung der Ost- und Südfassade des Rathauses.

Rul Rathaus Cz Gross Foto: Dr. Petra-Kristin Bonitz von LOTTO Niedersachsen
Martina Wolff vom Ortskuratorium Hannover (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
Britta Schweigel, Bürgermeisterin von Clausthal-Zellerfeld
Fabian Gerstenberg, Rathaus und Verwaltung Clausthal-Zellerfeld

Die Stadt Clausthal-Zellerfeld besteht aus dem 1924 erfolgten Zusammenschluss der beiden bis dahin selbständigen Bergstädte Clausthal und Zellerfeld. Mit der jüngsten Eingemeindung von Altenau, Wildemann und Schulenberg fungiert das Rathaus von Clausthal als Verwaltungsinstanz der neu formierten Einheitsgemeinde Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld.

Offene Fugen im Bereich der Quaderung, Verwitterungen an den Fenstern und Gesimsbrettern sowie Korrosionsschäden an den gusseisernen Fenstergittern machen einen Austausch der Schwingflügelfenster und den teilweisen Einbau von neuen Fenstern notwendig.

Der Vorgängerbau des Rathauses wurde bei einem Stadtbrand in Clausthal im Jahre 1725 schwer beschädigt. Um 1730 entstand der heutige Bau nach Plänen des Architekten Tobias Henry Reetz aus Hannover im klassizistischen Stil. Reetz entwarf nach dem verheerenden Stadtbrand auch die Pläne für den Wiederaufbau weiterer wichtiger städtischer Profanbauten. Neben dem Rathaus sind dies die Alte Münze, das Oberbergamt, heute Sitz des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie sowie das Zehnthaus.

Rathaus CzAuf einem rechteckigen Grundriss erhebt sich über einem Sockel aus Naturbruchstein der sich über elf Achsen streckende Fachwerkbau. Ein Walmdach schließt das dreigeschossige Gebäude ab. Bis um 1863/64 waren die Nord- und Ostseite verputzt und das Sichtfachwerk bemalt. Seit den 1860er Jahren erscheint das Rathaus in schlichten klassizistischen Formen. Gusseiserne, volutengeschmückte Konsolen tragen einen Balkon mit Eisengeländer, der über dem Rathauseingang die mittlere Achse der Vorderfront betont.

Das Rathaus von Clausthal-Zellerfeld, das zu den ältesten öffentlichen Gebäuden nach dem Stadtbrand gehört, ist eines von über 370 Projekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen hat fördern können.


Pressemeldung Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Oktober 2017